Symbolerläuterungen


Agrippa Pentagramm
(aus der mittelalterlichen Kabbala)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Agrippa"

Der Magier Cornelius Agrippa von Nettesheim, 1486-1535,
ein sehr gebildeter Mann mit vielen wissenschaftlichen Berufen, wurde als Alchemist und Gründer einer Geheimgesellschaft zeitlebens durch die Inquisition verfolgt. Sein Weltbild hatte die Wiederbelebung der heidnisch-antiken Traditionen zum Ziel. Als entschiedener Humanist und ein vehementer Verfechter für die Gleichberechtigung der Frau hatte er in der Zeit der blutigen Hexenverfolgungen nicht viele Freunde unter den Herrschenden. Was ihn nicht daran hinderte, dazu beizutragen, daß die Gesellschaft sich liberaler entwickelte.
Wenn sich ein Prophet mit den Geheimnissen des Seins beschäftigt, so verstand dieser Magier sich als einen solchen.
Dieses oft fälschlicherweise mit dem "Teuflischen" in Zusammenhang gebrachte Zeichen stellt den Menschen als Symbol des Mikrokosmos dar. Arme und Beine, so ausgebreitet, als wollen sie die Welt umfangen, und der Kopf berühren die Spitzen des Sternes. Es ist das Zeichen der Magier, Symbol für das "Wissen um das Selbst" in höchster Vollendung.


Delfin
(aus diversen Kulturen)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Demeter"

Diese Tiere werden seit jeher mit Intelligenz, Liebe und Kommunikation in Zusammenhang gebracht. So steht auch das Amulett für solche Werte und verspricht eine gewisse Erleichterung im Erleben des Alltags.


Drache
(aus verschiedenen Kulturen)

Ein Drachen - Amulett trägt die Puppe "Tzuba"

Es gibt wohl niemand, der noch nichts von solchen Tieren gehört hat und Sagen, Märchen und Mythologien wimmeln geradezu davon. Vielleicht ist das ja eine merkwürdige "genetische kollektive Erinnerung" der Menschen an die Dinosaurier, die zu einer Zeit gelebt haben, als es Menschen noch garnicht gab !? Trotz "Feuerspeien" und "bevorzugt Jungfrauen fressen" ist das Symbol positiv, so bringt der Drache auch Glück und hilft gegen "Dämonen". Er ist der Hüter von Tempeln und Schätzen und symbolisiert die Energie der Erde. Das Christentum brandmarkte ihn als Symbol für das Heidentum (Siehe "Artussage" und "Nibelungenlied") und als Sinnbild für Versuchung und Verführung (siehe "Jungfrauen fressen").


Keltenkreuz
(aus Nord-Europa)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Emen"

Schon vor mehr als 12 000 Jahren wurden solche Symbole geschaffen, wie archäologische Funde beweisen.
Der Kreis repräsentiert das Ganze, den Lebenszyklus, die runde Form der Mutter Erde, das Baumalphabet und die Steinkreise der "weißen Göttin Rhiannon" - die weibliche Energie.
Das Kreuz repräsentiert die vier Himmelsrichtungen, die vier Winde, die vier Elemente, die vier Jahreszeiten, die vier magischen Einweihungsstufen - die männliche Energie.


Keltischer Lebensbaum
(aus Nord-Europa)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Lebensbaum"

Der Baum steht stellvertretend für die Erde.
Durch das Wurzelwerk steht der Baum in Verbindung mit der Göttin des "Annwn", der keltischen Unterwelt, und symbolisiert die Materie - während die Krone in den Himmel ragt und "Rhy", den Geist, darstellt.
Aus diesen Teilen setzt sich der Name der keltischen "weißen Göttin Rhiannon" zusammen, die, wie viele meinen, auch mit der "Lady of the Lake" der Artussage in Zusammenhang zu bringen ist. Das auf dem Kreislauf der Natur fußende Baumalphabet und Glaube an die kultische Wirkung der Bäume war in allen Teilen des keltischen Wirkungkreises verbreitet. Die Druiden hielten ihre Begegnungen und Initiationen in Eichenhainen ab und viele Baumteile- Äste, Blätter, Rinde usw. wurden (nicht erst seit "Miraculix' Misteln") für magische Zeremonien und Tränke benutzt.


Ganesh
(aus Indien)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Ganesha"

Indischer Gott mit einem Elefantenkopf und Shiva's Sohn.
Er gilt als Gott der Weisheit, als Herrscher über Ereignisse, die das Schicksal für alle Lebewesen (und deren "Inkarnationen") bereithält.
So steht er in Zeiten wichtiger Lebensentscheidungen helfend zur Seite.


Glückshand
(aus Babylon)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Masco"

Schon im alten Babylon wurde die Hand mit anliegenden Fingern als Glückssymbol angesehen. Die Ägypter glaubten, daß der Träger das Glück mit dieser Hand festhalten und anziehen kann und diese Vorstellung hielt sich bis ins Mittelalter- damals wurde das Symbol getragen, um Unheil abzuwehren.


Mitras
(Sonnengottheit aus verschiedenen Kulturen)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Mitra", ihr Kleid ist mit vielen (freundlicher blickenden) Sonnen geschmückt; zudem trägt sie eine Kopfbedeckung aus Sonnenstrahlen.

Vor allem im römischen Reich war der Mithraskult sehr verbreitet. "Sol Invictus" - unbesiegbare Sonne - wurde er auch genannt.
Ehemals eine reine Naturreligion, wurde er Mysterienschule mit verschiedenen Weihestufen, deren oberestes Ziel das Einswerden mit Mithras, der Sonne, dem Licht und dem Kosmos war. Ekstase- und Meditationstechniken, Rituale, rauscherzeugende Drogen wurden eingesetzt, um bestimmte Erfahrungen zu intensivieren. Das Sinnbild Mithras stand zuvorderst für die Einheit des Menschen mit der Natur und als helfender Begleiter des Menschen auf seiner Reise ins Licht (nach dem Tod).
Die Wintersonnenwende wurde in frühen Kulturen mit der Geburt der Sonne gleichgesetzt und so am 25. 12. gefeiert. Im Jahre 354 entschlossen sich auch die Christen (wohl wissend, wie stark der Mitras-Einfluß auf die Menschen wirkte) ihr wichtigstes Fest auf diesen Tag zu legen. Später bekämpfte das Christentum den Mithraskult bis zur völligen Vernichtung, wie es über viele Jahrhunderte überall, wo es Einfluß gewann, die "Alten Götter" durch den "Neuen Einen" (oftmals mit Feuer und Schwert) ersetzte. In ganz Europa wurden indes in letzter Zeit mehr als tausend Artefakte, die von dem Mitras-Kult zeugen, entdeckt.


Mjølnir, der Hammer Thors'
(aus Nord-Europa)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Donar"

Thor ist der Gott des Donners und der Fruchtbarkeit. In der Edda gilt er als der Stärkste aller Götter. Sein Hammer wurde von Sindri, dem Zwerg geschmiedet. Der Hammerstiel geriet zu kurz, weil Brock, Sindris Bruder, der den Blasebalg betätigte, von einer Bremse gestochen wurde - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Luftzufuhr und somit das Schmiedegut. Ein Malheur, welches aber auf die Macht der Waffe nicht schmälerte, denn kaum etwas konnte der Kraft des Hammers widerstehen. Er kehrt auch wie ein Boomerang wieder zu seinem Werfer zurück und ist somit ein Sinnbild der sich stets regenerierenden Lebenskraft der Natur.


Schildkröte
(aus verschiedenen Kulturen)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Gwyn"

Mythologisches Tier z.B. bei den Indianern Nordamerikas, bei den Römern, Griechen, Kelten, in Japan, China und Indien.
Nach manchen alten Vorstellungen liegt die Erde auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte; es gibt in Asien viele deratige Darstellungen. Die Inder sehen sie gar als Vater aller Kreaturen und somit als "Weltenerhalter". In allen Kulturen gilt die Schildkröte als Beschützer der Menschen.


Schlange
(aus verschiedenen Kulturen)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt (natürlich) die Puppe "Eva"

Die Schlange steht in vielen Kulturen (mit Ausnahme des Christentums, welches diesem "Gewürm" teuflischen Ursprung unterstellte) für Weisheit und Einsicht. Sie weist den Weg in die Spiritualität.


Tit
(aus Ägypten)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Isis"

"Tit" wird auch Gürtelschnalle der Isis genannt.
Es wird angenommen, daß es der Vorläufer des Ankh ist und aus der matriarchalischen Ära des alten Ägypten stammt, in welcher Isis die Urmutter war. So wird dem Symbol im Totenbuch (im Hinblick auf eine kultische Bedeutung des weiblichen Zyklus) die Kraft zugewiesen, "dieses heilige Wesen zu beschützen."


Ying + Yang
(aus Asien)

Ein solches bzw. ähnliches Amulett trägt die Puppe "Ying + Yang"

Symbol aus dem Taoismus für das Gleichgewicht im Kosmos und wohl eines der bekanntesten Symbole überhaupt. Ganzheitliches Denken in Religion, Philosophie, Medizin, Nahrung, ja in allen erdenklichen Ordnungsprinzipien wird durch dieses Symbol ausgedrückt. Erst beide Teile zusammen ergeben die Harmonie des Ganzen - und jedes "Übergewicht" ist unharmonisch. Ying steht für das männliche, helle, schöpferische Prinzip, Yang das weibliche, dunkle, empfangende Prinzip.



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